Mit Pauken und Trompeten

Verabschiedung von Pfarrer Werner Buckel

Text und Bild: Brigitte Janoschka

Ainring. In einem feierlichen Gottesdienst und einem Festakt mit vielen Ehrengästen aus Kirche, Politik und Gesellschaft wurde Pfarrer Buckel in die Freistellungsphase der Altersteilzeit verabschiedet. Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine würdigten den beliebten Seelsorger mit ihrer Anwesenheit.

Der katholische und der evangelische Kirchenchor sangen gemeinsam - begleitet von einem Instrumentalensemble aus Streichern (Manuel Stocks, Cornelia Lehfeldt, Gertrud Krebs und Manfred Perchermeier), Flöte (Miriam Sonn), Trompeten (Rupert Eder, Manfred Berger), elektronische Orgel (Svetlana Flat) und Pauke (Thomas Hauber) - unter der Leitung von Professor Peter Ullrich.

 

In seinem Abschiedsgottesdienst predigte Pfarrer Werner Buckel über das achte Kapitel des Paulusbriefes an die Römer „Wer will uns scheiden von der Liebe Gottes?“ Diese Liebe stellte Werner Buckel in seiner Predigt, wie immer gewürzt mit Humor, dem fehlenden Glück im Leben gegenüber. Bilanz ziehen, Rückschau halten, dies gelte heute für den Pfarrer, aber auch für jeden Menschen, der sich vor Gottes Angesicht rechtfertigen müsse. Dieser bezahle als Fürsprecher den Preis für uns, indem er seinen Sohn den menschlichen Weg gehen ließ. Daher brauche niemand eine „Heidenangst“ vor allem Fremden zu haben. Denn die Weisheit Gottes sei katholisch, allumfassend und evangelisch, gemäß dem Evangelium, so Buckel, der immer für die Ökumene einstand.

Dekan Peter Bertram schloss sich mit einer ebenfalls humorvollen Laudatio an. „Vieles ist sichtbar, nicht Weniges liegt im Verborgenen.“ Er blickte auf das Wirken von Pfarrer Werner Buckel und zeigte dessen Lebensstationen auf. Die Zeit als Militärpfarrer (2001-2012) mit vielen Auslandseinsätzen in Bosnien und Herzegowina hat besondere Spuren hinterlassen bevor Pfarrer Buckel dann in den vergangenen sieben Jahren Pfarrer in Ainring mit den Außenbezirken Teisendorf, Oberteisendorf und Neukirchen wurde. Buckel sei ein Grenzgänger und es werde in seiner Freistellungsphase kaum um ihn still werden: Er gehe nämlich als Auslandspfarrer nach Fuerteventura. Bertram bezog den Monatsspruch „Freundliche Reden sind Honig für die Seele und heilsam für die Glieder“ auf das Wirken von Pfarrer Werner Buckel, der Menschen mit seiner Begleitung aufgerichtet, aber niemandem Honig um den Bart geschmiert habe. Die bunte Mischung unter den Gästen in der Auferstehungskirche sei ein Abbild der Gesellschaft. Kirche dürfe sich nicht selbst bespiegeln, sondern sie und die Öffentlichkeit gehören zusammen. Diesen Auftrag habe Werner Buckel wahrgenommen.

Dekan Peter Bertram dankte den scheidenden Pfarrer herzlich und gab ihm und seiner Frau die besten Wünsche für die nun anstehende Freistellungsphase der Altersteilzeit auf den Weg.