Ökumenische Umsetzung des Reformationsgedankens im Jahr 2017

Berichterstattung zur Frühjahrssynode 2016 im Traunsteiner Tagblatt vom 23. März 2016, Text und Bild Pia Mix

Traunreut. Die Frühjahrssynode des evangelischen Dekanats Traunstein stand ganz im Zeichen des Reformationsjubiläums im kommenden Jahr. Dabei war der Aspekt der gemeinsamen Aktionen anlässlich dieses für katholische und evangelische Christen gleichermaßen wichtigen Datums ein Schwerpunkt. Es wurden Ideen gesammelt, wie das Jahr 2017 aus ökumenischer Sicht begangen werden könnte.

Sängerinnen und Sänger gesucht!

Am 18.03.2017 wird in München das Pop-Oratorium Luther aufgeführt. Hierfür wird ein Chor mit 1500 bis 2500 Sängerinnen und Sängern zusammengestellt zudem sind noch Solistenrollen zu besetzen.

Sollten Sie Lust haben, an diesem Projekt mitzuwirken, können Sie nähere Informationen dem hier hinterlegten Flyer entnehmen.

Bei Interesse erhalten Sie nähere Auskünfte zu Probenterminen bei

     Dekanatskantorin Ulrike Ruf Tel. 0861 - 989 67 16 oder

     Heike Scherer Tel. 08677 - 911039

Mitgefühl und Gebete für die Opfer des Zugunglücks bei Bad Aibling

Pressemeldung der Evang. Luth. Kirche in Bayern vom 09.02.2016


Der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm und die Regionalbischöfin für München und Oberbayern, Susanne Breit-Keßler, haben heute ihr Mitgefühl für die Opfer des Eisenbahnunglücks in der Nähe der oberbayerischen Stadt Bad Aibling ausgedrückt.

Seit er von dem Unglück heute Morgen erfahren habe, so Landesbischof Bedford-Strohm, sei er „in Gedanken und im Gebet“ bei den Betroffenen, vor allem bei den Angehörigen der Gestorbenen. „Es ist etwas Fürchterliches, wenn man zur Arbeit fährt, mitten im Alltag ist, und so etwas Schlimmes passiert“.

Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler sagte, ihr „ganzes Mitgefühl und meine Gebete gelten den Familien, die einen ihrer Liebsten verloren haben“. In ihrer Fürbitte denke sie an die, „die schwer verletzt sind, und an die, die alle Kraft brauchen, um das Erlebte zu verarbeiten.“ In Gedanken sei sie auch bei allen Rettungskräften und der Polizei, „die vor Ort Schwerstarbeit leisten, um zu helfen“. Sie stehe in Kontakt mit dem zuständigen Dekan vor Ort und dem Leiter der Bundespolizei am Münchner Hauptbahnhof, sagte Breit-Keßler. Seit den frühen Morgenstunden stünden vor Ort Pfarrer und Seelsorger bereit, um den Angehörigen und
Verletzten Trost und Hilfe zu geben, so Breit-Keßler.


München, 9. Februar 2016
Johannes Minkus, Pressesprecher

Herzlichen Glückwunsch - Dekan i.R. Karl Ittameier feiert Geburtstag

In Afrika geboren – in Bayern gewirkt
Ein Traunreuter aus Überzeugung: Ehemaliger evangelischer Stadtpfarrer und Dekan Karl Ittameier 85 Jahre alt

Text von Hans Eder

Traunreut. Als einjähriges Kind wurde er von den Leuten des Kiro-Stammes in Tansania bespuckt – dort in Afrika ein Zeichen der Hochachtung – und damit in den Stamm aufgenommen; die Einheimischen gaben ihm den Namen Mangue, was so viel wie „Wildkatze“ bedeutet. 36 Jahre später wurde er als längst erwachsener Mann evangelischer Pfarrer in Traunreut, weitere zehn Jahre danach Dekan im Dekanat Traunstein. Dieser exotische, weite Weg liegt hinter Karl Ittameier, der am Sonntag seinen 85. Geburtstag begangen hat – in der geräumigen Wohnung im sechsten Stock des Heidenhain-Hauses an der Werner-von-Siemensstraße in Traunreut, wohin er zusammen mit seiner Frau Emmi mit Beginn seines Ruhestandes wieder zurückgekehrt ist.

Kommunikation im Konflikt - Fortbildung für Kirchenvorsteher am 30.01.2016

KV-Fortbildung 1/2016 des Dekanats Traunstein

 

Reden hilft – auch wenns kracht!
Unsere christliche Kultur des Miteinanders unterstützt uns bei der Kommunikation im Konflikt – Übungen zeigen neue oder weitere Möglichkeiten auf

An diesem Tag beschäftigen wir uns mit Unterschieden und Dynamiken  bei Meinungsverschiedenheiten und Konflikten. Aus ihrem Alltag kennen sie Konflikte. Ob im persönlichen, beruflichen und kirchlichen oder diakonischen Umfeld.
Das kann der scheinbar einfache Streit und Ärger über den nicht rausgetragenen Müll sein oder der Konflikt über Unzuverlässigkeit am Arbeitsplatz, z.B. eine zu späte Erledigung einer Aufgabe. Ihnen fallen sicher spontan gleich eigene Beispiele ein.

„Wir sind hier keine depressive Diaspora“ - Hochrangige Kirchenvertreter informieren sich über die Situation vor Ort

Bericht von der Dekanatssynode am 14.11.2015 in Traunreut.

Text und Foto von Hans Eder

2015 sei ein „Jahr der Besuche“ gewesen, stellte Dekan Peter Bertram in den Mittelpunkt seines Berichts vor der Dekanatssynode, die am Samstag im Wilhelm-Löhe-Zentrum in Traunreut tagte. Die prominentesten Besucher waren Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler, die Synodenpräsidentin Annekathrin Preidel, Pfarrer Friedrich Schorlemmer und als echtes „Highlight“ Landesbischof Bedford-Strohm, der vor wenigen Tagen als „oberster Repräsentant der evangelischen Kirche in Deutschland“ bestätigt worden ist. Außerdem war eine vierköpfige Abordnung aus dem Partnerdekanat in Tansania im Dekanat zu Gast.

Dekan Bertram listete die einzelnen Ereignisse auf. So war Regionalbischöfin Breit-Keßler Festrednerin bei der Verleihung der Dietrich-Bonhoeffer-Preise in Traunreut. Die Synodenpräsidentin gab sich gleich drei Mal die Ehre, jedes Mal in Traunstein: beim Gemeindefest, bei der Sommerkonferenz des Pfarrkapitels und beim Diakoniesonntag. Dank der persönlichen Beziehungen des Altöttinger Pfarrers Hans-Ulrich Thoma war der DDR-Bürgerrechtler, Publizist und Pfarrer Schorlemmer zum Pfarrkonvent und zu einer gut besuchten Abendveranstaltung nach Altötting gekommen. Dann gab es noch Besuche der Oberkirchenräte Hans-Peter Hübner und Michael Martin in Traunstein und Bad Reichenhall.

Eine Delegation aus unserem tansanischen Partnerdekanat Mpwapwa verbringt zurzeit ein paar Wochen im Dekanat Traunstein

Feierlich wurden unsere Gäste Tabulu Stanley Makas (Dekan), Kiwia Hudson Humphrey (Agrartechniker, Koordinator der Dekanatspartnerschaft), Mkonyi Sarael Jonas (Lehrerin, Schulbeauftragte für Sekundarschulen im Landkreis Kongwa) sowie Makau Anna Ally (Lehrerin) in der Trostberger Christuskirche begrüßt.

In den kommenden Wochen werden sie unsere Kirchengemeinden sowie mehrere diakonischen Einrichtungen besuchen.

 

Deutliche Worte zu Asyl, Jugendhilfe und Seniorenbetreuung

 
Thematische Vielfalt beim „Abend der Begegnung“ anlässlich des Besuchs von Landesbischof Bedford-Strohm
Text und Fotos: Hans Eder

Traunreut. Die Weitergabe des Glaubens, die Zukunft der Jugend, die Herausforderung durch den demografischen Wandel und die Ankunft vieler Asylsuchender in der Region: Das waren die Themen des „Abends der Begegnung“, wie Thomas Zugehör, der Vorsitzende des Diakonischen Werks Traunstein, die Veranstaltung am Dienstagabend im Traunreuter Wilhelm-Löhe-Zentrum nannte. Anlass für diese Begegnung war der Besuch von Dr. Heinrich Bedford-Strohm, evangelischer Landesbischof und Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland. Rund 200 geladene Gäste aus dem evangelisch-lutherischen Dekanatsbezirk Traunstein, der die Landkreise Traunstein, Berchtesgadener Land, Mühldorf und Altötting umfasst, erlebten einen „bereichernden“ Abend, so Bedford-Strohm, und klare Worte – vor allem in Richtung Jugendhilfe, Seniorenbetreuung und Asyl.

Hier ging es um das Thema Asyl, von links Diakonie-Vorsitzender Thomas Zugehör, ehrenamtliche Mitarbeiterin Monika Berlitz aus Bergen, stellvertretender Landrat Konrad Heuwieser aus Altötting, Asylsozialberaterin Britta Barth vom Diakonischen Werk und Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm. Fotos: Hans EderAusgesprochen deutlich nahm die ehrenamtliche Helferin Monika Berlitz aus Bergen zum Thema Asyl Stellung. Sie kritisierte die Zwei-Klassen-Gesellschaft unter den Asylsuchenden: jene die aus vermeintlich sicheren Ländern kommen und kaum eine Chance haben, in Deutschland bleiben zu dürfen, und jene, die aus Bürgerkriegsländern stammen und meist schnell eine Bleibegenehmigung bekommen. Sie appellierte an alle Verantwortlichen in Politik und Kirche, darauf hinzuwirken, dass auch die Menschen aus Ländern wie etwa Senegal hier eine Arbeit aufnehmen dürfen und dass für Asylsuchende Arbeits- und Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt werden, nicht zuletzt auch von der evangelischen Kirche. Dafür gab es viel Beifall der Anwesenden. Der Landesbischof sagte zu, diesen Appell mitzunehmen, auch für Gespräche mit der Staatsregierung. Was jetzt nötig sei, wäre eine „Exzellenz-Initiative für Humanität“. Großes Lob sprach er allen aus, die sich für die Flüchtlinge einsetzen: „Wunderbar, dass Sie das machen!“

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