Kirche soll keine „Herde aus Gleichgültigen“ werden

Dekanatssynode: Wie kann man kirchenferne Menschen ansprechen – Ernüchternde Zahlen der Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung

Foto und Text: Hans Eder

Dekan Peter Bertram und KR Jörg HammerbacherTraunreut. Es gibt weiterhin einen in etwa gleichbleibenden Anteil an hochengagierten Mitgliedern in den evangelischen Kirchengemeinden. Das war die gute Nachricht in einer ansonsten eher ernüchternden Bilanz der sogenannten Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung, die auf der Dekanatssynode am Samstag in Traunreut vorgestellt wurde. Immer mehr Kirchenaustritte, vor allem auch bei der jüngeren Generation, zunehmende Gleichgültigkeit der Menschen kirchlichen Dingen gegenüber, fehlendes Wissen bei der  Jugend dokumentierten sich in dieser Untersuchung. Wie man gegensteuern könne  – das war eine Aufgabe, der sich die rund 50 Teilnehmer der Synode im Wilhelm-Löhe-Zentrum in Gesprächsgruppen anzunähern versuchten.

Was ist zu tun, damit aus den Mitgliedern einer Kirchengemeinde nicht eine „Herde aus Gleichgültigen“ wird? Diesen Ausdruck stellte Kirchenrat Jörg

Personelle Veränderungen in den Kirchengemeinden

Evangelisch-lutherischer Dekanatsbezirk erwartet heuer hochgestellte Personen zu Besuch

Von Hans Eder

Traunreut. Alle halbe Jahre, wenn wieder die Dekanatssynode der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden im Dekanat Traunstein zusammentritt, gibt es eine ganze Reihe an Stellenwechseln zu vermelden. Folgende Änderungen stehen demnächst in den Pfarrstellen an: An Pfarrer Gerhard Prell wird zum 1. April die Vertretung der Pfarrstelle Bad Reichenhall II übertragen. Pfarrer Rudolf Scheller übernimmt zum 1. Mai die Pfarrstelle Übersee I, und Pfarrerin Andrea Klopfer, bisher in einer Halbtagsstelle in Burgkirchen II tätig, tritt zum 1. Mai die Pfarrstelle Burgkirchen I als Ganztagsstelle an und zieht dann auch nach Burgkirchen. Weiterhin vakant sind die Pfarrstellen Traunstein II, Waldkraiburg I und in Kürze auch Burgkirchen II.

Ärger aus Unkenntnis

Ein neues Einzugsverfahren für die Kirchensteuer verunsichert viele Mitglieder

Viele sind verunsichert, manche sind verärgert und treten aus der Kirche aus. Der Grund: das seit diesem Jahr geltende neue Einzugsverfahren für die Kirchensteuer auf Kapitalerträge.

Was viele offenbar nicht wissen: Kapitalerträge, also auch Zinsen, gehören zu den Einkünften, die schon immer der Besteuerung unterliegen – auch hinsichtlich der Kirchensteuer.

Gewaltige personelle Fluktuation im Dekanat

Dekanatssynode wählt zwei neue Dekanstellvertreter – Einige Stellen bleiben vakant: Zusammenarbeit gefordert
Text und Foto von Hans Eder

Traunreut. „Viele Personalwechsel mit teils gravierenden Folgen“ hat es in den vergangenen Monaten im evangelisch-lutherischen Dekanatsbezirk Traunstein gegeben, das die Landkreis Traunstein, Berchtesgadener Land, Mühldorf und Altötting umfasst. Dies musste Dekan Peter Bertram bei der Tagung der Herbstsynode am Samstag im Wilhelm-Löhe-Zentrum in Traunreut feststellen. Mehr als ein Dutzend Stellenänderungen hatte Synodenpräsident Dr. Andreas Schroter zuvor aufgelistet.

stellv. Dekan Hans-Ulrich Thoma, Dekan Bertram, stellv. Dekan Thomas SchmeckenbecherNeu sind auch die beiden Stellvertreter des Dekans: die Pfarrer Thomas Schmeckenbecher aus Ruhpolding und Hans-Ulrich Thoma aus Altötting. Nach einer kurzen Andacht zum Synodenbeginn stellte der Dekan seine beiden neuen Stellvertreter vor und wünschte ihnen Gottes Segen für ihre Arbeit und sprach die Hoffnung auf einen „gepflegten gegenseitigen Diskurs“ aus. Thoma ist für den nördlichen Bereich des Dekanats, Schmeckenbecher für den Süden zuständig. Diese Neubestellung war notwendig geworden, weil die bisherigen Dekane das Dekanat gewechselt beziehungsweise eine neue Aufgabe übernommen hatten: Betina Heckner, die frühere Pfarrerin in Traunreut, hat die Pfarrerstelle in Aschau-Bernau, Dekanat Rosenheim, angetreten, und der bisherige Waldkraiburger Pfarrer Christian Peiser hat die Leitung der Fachakademie für Sozialpädagogik in Mühldorf-Starkheim übernommen. Er habe also beide Stellvertreter verloren, meinte Dekan Bertram, und sei sehr froh, jetzt wieder auf seinem Weg begleitet zu werden.

Dadurch dass der Ruhpoldinger Pfarrer Schmeckenbecher jetzt Dekanstellvertreter wurde, musste ein neuer Vertreter der Synode im Dekanatsausschuss gefunden werden: Mit 54 von 57 Stimmen wurde Pfarrer Martin Wirth, seit knapp einem Jahren in Bad Reichenhall

Hohe Gebäudekosten belasten Kirchengemeinden

Bericht von der Dekanatssynode am 14.11.2014 in Traunreut
Text und Foto von Hans Eder

Rückläufige Einnahmen machen neue Konzeptionen notwendig: Sind alle kirchlichen Immobilien auch notwendig?
32 Kirchen, 38 Pfarrhäuser und noch ein gutes Dutzend anderer Gebäude sind im Besitz der 16 Kirchengemeinden in den Landkreisen Traunstein, Berchtesgadener Land, Mühldorf und Altötting, also im evangelisch-lutherischen Dekanat Traunstein. Sie alle wollen unterhalten, saniert, wärmegedämmt sein – eine Aufgabe, die bei schwindenden Kirchensteuermitteln immer schwieriger wird. So ist dieses Thema „Immobiliensicherung und Gebäudekonzeption“ Dauerthema in den Gemeinden und regelmäßig auch in der Dekanatssynode.

Glückwünsche für Bedford-Strohm

Synodalpräsidentin und Ständige Vertreterin
des Landesbischofs gratulieren zum EKD-Ratsvorsitz

Die Synodalpräsidentin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB), Annekathrin Preidel, hat
sich sehr über die Wahl des bayerischen Landesbischofs Heinrich Bedford-Strohm zum Vorsitzenden des
Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gefreut und gratulierte ihm in Dresden unmittelbar
nach der Wahl persönlich.

Herbergssuche wie an Weihnachten

Genau genommen ist die Geschichte von der Geburt Jesu Christi ein Flüchtlingsdrama: Eine hochschwangere Frau sucht unter großem Zeitdruck gemeinsam mit ihrem Mann eine Herberge. Ähnliches erleben tagtäglich unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Diese haben zwar die Flucht überlebt, sind nun aber völlig auf sich allein gestellt. Am dringlichsten brauchen sie eine geeignete Unterkunft und sozialpädagogische Begleitung. Beides stellen Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde und Diakonisches Werk Traunstein e.V. zur Verfügung.

Familienkonvent 2014

Familienkonvent 2014

Foto: Stefan Hradetzky

Einen gelungenen Konvent verbrachten die Pfarrerinnen und Pfarrer des Dekanatsbezirks Traunstein zusammen mit ihren Familien in der Langau. Humorvolles und Hintergründiges in Märchen, Sprachspielen und Gedichten wurde vom Referenten, Herrn Prof. Siegfried Macht, spannend beleuchtet. Außerdem gab er viele pratkische Tipps rund um die Themen Singen und Spielen mit Kleinkindern und Konfirmanden.

 

Kirche trifft Kunst

 Pfarrkapitel

Kunst der Gegenwart hat das Pfarrkapitel des Evang.-Luth. Dekanatsbezirks Traunstein bei seinem Besuch im DASMAXIMUM, Museum für Hauptwerke zeitgenössischer Kund in Traunreut, besichtigt. Hautnah kamen alle dabei in Kontakt mit dem Werk von John Chamberlain, das ausdrücklich zum darauf Platz nehmen gedacht ist. Der dabei entstehende Faltenwurf ist Teil des Kunstwerks.

Dekanatssynode 22. März 2014

Asylbewerber zentrales Synodenthema

von Hans Eder

Traunreut. Um Asylbewerber im Dekanatsbezirk ging es bei der Frühjahrssynode des evangelisch-lutherischen Dekanats Traunstein, dem die Landkreise Traunstein, Berchtesgadener Land, Mühldorf und Altötting angehören. Hintergrund des Themas ist die Tatsache, dass sich im Dekanat derzeit bereits um die 1200 Asylbewerber aufhalten, mit steigender Tendenz und in etwa doppelt so viel wie noch vor Jahresfrist, die zum Teil nur sehr unzureichend betreut werden. Ein weiteres Thema waren die Finanzen: der Haushalt, die Art der Geldanlage und die Details der Ergänzungszuweisung. 

weiterlesen

Seiten

Subscribe to Evangelisches Dekanat Traunstein RSS