'Stark Starten' im Dekanatsbezirk Traunstein

Knapp 90 Mitglieder der 16 Kirchengemeinden des Dekanats Traunsteins haben sich am Samstag, den 26.01.2019, zu einer ersten Fortbildung im Wilhelm-Löhe-Zentrum Traunreut getroffen. Unter dem Thema 'In den KV-gewählt - und jetzt?' ging es um ein gegenseitiges Kennenlernen, das Hinterfragen von Erwartungen, das Formulieren von Zielen für die kommenden Jahre sowie das Aufzeigen von Möglichkeiten, wie anstehenden Themen gemeinsam in Angriff genommen werden könnten.

Dekan Bertram verwies auf den gesellschaftlichen, kirchlichen sowie demografischen Wandel, der sich unmittelbar auf die Arbeit in den Kirchengemeinden auswirkt: Es ist abzusehen, dass die Besetzung von Pfarrstellen schwieriger wird, die Nutzung von Gebäuden überdacht und die Angebote der Kirchengemeinden überarbeitet werden müssen. Dekan Bertram ermuntert die Teilnehmer, sich diesen Herausforderungen zu stellen.

 

Richard Schuster, Dekan Peter Bertram, Carmen Baumgärtner, Ulrike Markzynski mit Moderator Klaus Rieder

Es gilt, Profil zu zeigen, sich auf Schwerpunkte zu konzentrieren und weiterzuarbeiten an der Kooperation von Gemeinden und Diakonie gemäß dem dekanatlichen Leitbild 'Den Glauben und das Leben stärken'. Dekan Bertram freut sich über das starke Interesse an dem KV-Tag. Dieses ist ein Symbol für den Willen der Mitglieder der Kirchenvorstände, alle anstehenden Veränderungen aktiv angehen zu wollen.

Offen berichteten Carmen Baumgärtner, Burgkirchen, sowie Richard Schuster, Traunreut, von ihren bisherigen Erfahrungen mit der Arbeit in den Kirchenvorständen. Sie rieten, bei den einzelnen Themen zuerst die gegenseitigen Erwartungen  abzugleichen. Ehrenamtliches Engagement basiert auf Arbeit mit Herzblut. Folglich können unterschiedliche Meinungen schnell zu Konflikten führen. Ziel sollte sein, Diskussion in den Kirchenvorständen möglichst auf sachlicher Ebene zu führen. Argumente wie "...das haben wir immer schon so gemacht..." sind auf Dauer nicht zielführend. Im Kirchenvorstand gibt es aber die Möglichkeit, mit genügend Zeit und Raum alles anzusprechen, den Ist-Zustand zu hinterfragen und Neues anzudenken. Wichtig ist, die Grenzen dessen, was arbeitstechnisch für Haupt- und Ehrenamtliche machbar ist, nicht aus den Augen zu verlieren. Herr Schuster wünschte, dass Mitglieder aller Kirchenvorstände nicht nur von Offenheit zu reden, sondern diese auch zu leben. In diesem Sinne warb er für ein Engagement in den unterschiedlichen Gremien des Dekanats.

Ins Detail gingen die Fragen, die allen anwesenden Vertreterinnen und Vertretern des Dekanats in einer anschließenden Fragerunde gestellt werden. Hier standen den Teilnehmern neben Dekan Bertram Gabriela Hofmann (Schulreferat), Diakon Bernd Rohrbach (Dekanatsjugend), Ulrike Ruf und Matthias Roth (Dekanatskantoren), Diakon Markus Sellner Altenheimseelsorge, Pfarrer Thomas Seitz (Krankenhausseelsorge), Diakon Robert Münderlein (Regionale Einsatzstelle Kirche & Diakonie), Andreas Karau (Diakonisches Werk) sowie Maria Hofmann-Laveuve (Dekanatsbüro) Rede und Antwort.

 

Der KV-Tag in Bildern:

 

 

KV-Engagement ist Teamarbeit!

 

 Wie charakterisieren wir unsere Gemeinde in einem Satz am treffendsten?

 

Engagierte Zuhörer

 

 

Diakon Robert Münderlein, Dekan Peter Bertram, Ulrike Marczynski, Maria Hofmann-Laveuve, Pfarrer Thomas Seitz, Ulrike Ruf

 

Ein herzliches Vergelt's Gott an das Vorbereitungsteam rund um Ulrike Marczynski, Diakon Robert Münderlein und Klaus Rieder und das Team des Wilhelm-Löhe-Zentrums für den rundum gelungenen Tag!