Die Berge sind ihm bestens vertraut

Einführungsgottesdienst für den evangelischen Pfarrer Thomas Huber – Dekan Peter Bertram stellt ihn vor

erschienen im Reichenhaller Tagblatt/Freilassinger Anzeiger 26.06.2018  - Text und Bild: E. Aumiller

Bad Reichenhall. An seinem Wahlspruch merkt man, dass der neue evangelische Pfarrer Thomas Huber gut zur Alpenstadt Bad Reichenhall passt: „Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe? Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde erschaffen hat.“

 

Dieser 121. Psalm wurde auch bei Hubers Einführungsgottesdienst in der Evangelischen Stadtkirche verlesen, bei dem Dekan Peter Bertram den gebürtigen Garmischer, der künftig die zweite evangelische Pfarrstelle besetzt, vorstellte. Bei dieser Gelegenheit wünschte er ihm und seinem Lebensgefährten Manfred Beyer alles Gute für die neue Aufgabe.

„Was passiert, wenn ein neuer Pfarrer in die Gemeinde kommt?, fragte Bertram und gab selbst die Antwort: Menschen seien immer neugierig auf den, der kommt. In Hubers Fall komme einer, „der den Altersdurchschnitt nach unten senkt, ein junger Pfarrer. Da kommt einer, der ein Gefühl hat, was es heißt, im Schatten der Berge Dienst zu tun“, schilderte der Dekan.

Thomas Huber wurde in Garmisch-Partenkirchen geboren, hat im Oberland in der Diakonie seinen Zivildienst absolviert, dann in Erlangen und München studiert. Mit den Bergen im Hintergrund machte er in Oberstdorf ein Praktikum für Tourismusseelsorge, hat also einen Grundbezug zu den Aufgabenfeldern, die hier in der Gemeinde von Bedeutung sind. Weitere Stationen waren in Wasserburg und Schwabmünchen.

Huber wurde als Teamplayer bezeichnet, als einer, der zuhören kann, der auch strukturiert, der Leitungskompetenz bewiesen hat in jungen Jahren und mitdemman etwas bewegen kann. „Er ist jemand, der gleichzeitig einen weiten Blick hat über die evangelische Kirche hinaus, hinein in die Ökumene, ein Pfarrer, der auch Kirchenmusiker ist, der Sangeskraft beweist und obendrein sportlich ist“, charakterisierte Bertram den neuen Pfarrer, bevor er zu seiner Ausgangsfrage zurückkehrte: „Wenn ein neuer Pfarrer in der Gemeinde auftaucht, schauen alle zu ihm auf und schauen ihn an und bei Ihnen schaut man wirklich auf, weil Sie eine große stattliche Person sind.“ Aufschauen würde man aber vor allem auch deswegen, weil Huber mit dem Herzen zugewandt auf die Menschen zugehe. „Wir brauchen einen, der es gut mit uns meint, der uns behütet. Wenn Sie jetzt stellvertretend für alle den Menschen, die Ihre Wegbegleiter waren und sind, Gottes Segen zusprechen, wird davon etwas von Gottes Hilfe erlebbar“, urteilte der Dekan.