Prof. Dr. Reiner Anselm erläuterte die neue Friedensdenkschrift der evangelischen Kirche in Deutschland
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Im Rahmen der Frühjahrssynode des evangelischen Dekanats Traunstein sprach Prof. Dr. Reiner Anselm von der LMU München über die 2025 fertig gewordene Friedensdenkschrift „Welt in Unordnung - Gerechter Friede im Blick“. Darin hält die Evangelische Kirche in Deutschland EKD an der Vision eines „gerechten“ Friedens fest, ohne die Realität von Gewalt und Bedrohung zu leugnen. Obwohl die Denkschrift pazifistische Traditionen würdigt, rückt die Anerkennung staatlicher Schutzpflichten in den Vordergrund.
Einfach heiraten 2026
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Heiraten – spontan, unkompliziert und ohne großen Aufwand? 
Auch 2026 lädt die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern wieder zur Aktion einfach heiraten ein. Am Freitag, 26.06.2026 öffnen zahlreiche Kirchen in ganz Bayern ihre Türen – und auch im Dekanatsbezirk Traunstein gibt es drei Orte, an denen Paare sich kirchlich trauen lassen können.

In der Auferstehungskirche Traunstein sind Trauungen zwischen 12 und 20 Uhr möglich, in der Friedenskirche Burghausen zwischen 14 und 19 Uhr und auch in der Stadtkirche Bad Reichenhall werden Trauungen angeboten. Die Teams um Dekan Peter Bertram in Traunstein, Dr. Diethard Buchstädt in Burghausen und Kirchenrat Dr. Florian Herrmann in Bad Reichenhall freuen sich darauf, viele Paare an diesem besonderen Tag zu begleiten.

Für eine stimmungsvolle Atmosphäre ist gesorgt: Musik, Blumenschmuck und ein kleiner Umtrunk nach der Trauung gehören an allen drei Orten dazu. Paare können sich im Vorfeld für eine feste Uhrzeit anmelden – per E-Mail an

    dekanat.traunstein@elkb.de (Traunstein)
    pfarramt.burghausen@elkb.de (Burghausen) 
    pfarramt.bad-reichenhall@elkb.de (Bad Reichenhall)

Spontane Besucherinnen und Besucher sind ebenfalls willkommen. Vor jeder Trauung findet ein kurzes Gespräch mit der Pfarrerin oder dem Pfarrer statt – dann steht dem kirchlichen Segen nichts mehr im Weg.

Die Aktion richtet sich an Paare, die bisher entweder nur standesamtlich verheiratet sind, ein Ehejubiläum feiern oder sich einfach Gottes Segen für ihre Partnerschaft wünschen.

einfach heiraten findet 2026 bereits zum vierten Mal statt und hat sich zu einer beliebten bayernweiten Initiative entwickelt. Im vergangenen Jahr nutzten erneut viele Paare dieses Angebot, das den Wunsch nach einer persönlichen, emotionalen und dennoch unkomplizierten Form der kirchlichen Trauung aufgreift.

Am 7. Dezember 2025 wurde die Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB) neu gewählt. Die 11.309 Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher entschieden über die Zusammensetzung der Landessynode, die künftig wieder 108 Mitglieder umfasst. Davon wurden am Sonntag 89 Personen direkt gewählt. Unter den Gewählten sind 60 nicht-ordinierte Ehrenamtliche und 29 ordinierte Mitglieder aus dem Pfarrdienst und der mittleren Leitungsebene vertreten.

Die Wahl führt zu einer deutlichen Erneuerung: Insgesamt 63 der 89 Gewählten sind erstmals in der Landessynode vertreten, wodurch sich das Gremium mit einem Anteil von über siebzig Prozent erneuert. 61 der gewählten Mitglieder sind Frauen, was einem Anteil von über zwei Dritteln entspricht. Vor 6 Jahren lag der Anteil der Frauen bei 56 Prozent. Die Synode wird zudem jünger: 14 Synodale sind 30 Jahre oder jünger, und das Durchschnittsalter der Gewählten beträgt 48,3 Jahre. 26 der neu gewählten Personen gehörten bereits der bisherigen Landessynode an. Damit liegt die Wiederwahlquote bei rund 29 Prozent, was den ausgeprägten personellen Wechsel zusätzlich unterstreicht.

Fest stehen bereits drei Jugendsynodale, die von der Landesjugendkammer entsandt wurden und drei Synodale aus den drei evangelischen Hochschulen in Bayern. 13 weitere Mitglieder werden in der nächsten Zeit durch Landeskirchenrat und Landessynodalausschuss aus kirchlichen Einrichtungen und Diensten sowie dem gesellschaftlichen und politischen Leben berufen.

Die Veröffentlichung des vorläufigen Ergebnisses erfolgt unter dem Vorbehalt der Wahlprüfung durch den Landeskirchenrat im Januar 2026 sowie der abschließenden Prüfung durch die neu gebildete Landessynode im März 2026. Die offizielle Bekanntmachung im Kirchlichen Amtsblatt ist für Februar 2026 vorgesehen.

Dekan Peter Bertram freut sich, dass unser Dekanat zukünftig mit Pfarrerin Andrea Klopfer und Diakon Robert Münderlein kompetent in der Landessynode vertreten ist und wünscht beiden wie auch Dekanin Dagmar Häfner-Becker alles Gute und Gottes Segen für die spannende und herausfordernde Arbeit als Landessynodale in den kommenden sechs Jahren! In diesem Zusammenhang dankt Dekan Bertram auch dem Wahlausschuss des Dekanats sowie Carmen Baumgärtner, Matthias Bertelshofer und Lena Bertram, die sich ebenfalls zu einer Kandidatur bereiterklärt hatten. Vergelt's Gott!

 

Neue Studie belegt hohe Wirksamkeit kirchlicher TelefonSeelsorge in Bayern - „Die Ergebnisse dieser Evaluation zeigen eindrucksvoll, wie unverzichtbar die TelefonSeelsorge für unsere Gesellschaft ist“, sagt Landesbischof Christian Kopp anlässlich der Vorstellung einer bundesweit einmaligen Studie zur Wirksamkeit der TelefonSeelsorge in Bayern. „Sie steht für schnelle Zuwendung, Vertrauen und Hoffnung – und macht sichtbar, wie Kirche dort wirksam wird, wo sie den Menschen in seiner Verletzlichkeit ernst nimmt.“
Pfarrerin Simone Rink wird zusammen mit Pfarrerin Betina Heckner am 16.11. um 15 Uhr in der Friedenskirche Burghausen eingeführt. Bereits im Vorfeld der offiziellen Einführung hat Gaby Mayer, Redakteurin des Altöttinger Anzeiger, einen Bericht über Pfrin. Rink erstellt. Dieser ist am 28.10.2025 erschienem...
Von links: Dekan Peter Bertram und Andreas Karau dankten Oberkirchenrat Stefan Blumtritt für die Predigt.
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Traunstein. „Manche Gesichter vergisst man nicht“, sagte Oberkirchenrat Stefan Blumtritt zu Beginn seiner Predigt beim Gottesdienst am Diakoniesonntag und erzählte von einem Mann in der Münchner Fußgängerzone. Dieser saß Tag für Tag am selben Platz zwischen den hellen Schaufenstern unter den Arkaden. Wie so viele andere versuchte er, mit dem Klappern seiner wenigen Münzen im Becher Aufmerksamkeit zu erregen. Eines Tages stellte er ein Schild neben sich auf, auf dem stand: „Wenn Du mir schon nichts geben kannst, dann sieh mich wenigstens an!“ 
 

Pfarrer Rudolf Scheller und seine Frau Johanna Scheller wurden beim Abschiedsgottesdienst von Dekan Peter Bertram gesegnet und mit einem großen Geschenkkorb in den Ruhestand verabschiedet.
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Mehr als gut gefüllt war die evangelische Ewigkeitskirche bei der feierlichen Verabschiedung von Pfarrer Rudolf Scheller in den Ruhestand. Er war zugleich Seelsorger für Bergen und Grabenstätt, so dass zu dem Gottesdienst mit anschließendem Empfang vor der Kirche die drei Bürgermeister und Vertreter von Vereinen aus allen drei Gemeinden gekommen waren. Viele Leute aus der katholischen Gemeinde nahmen ebenso Abschied von Pfarrer Scheller sowie seiner Frau Johanna Scheller, die als Prädikantin mit ihm zehn Jahre lang die evangelische Kirchengemeinde betreut hatte....

Der frühere Landesbischof Dr. Johannes Friedrich ist heute im Alter von 77 Jahren in Nürnberg im Kreis seiner Familie verstorben. 

Landesbischof Christian Kopp würdigt dessen Wirken: „Johannes Friedrich hat vorgelebt, wie der christliche Glaube die Freiheit schenkt, das Leben gut zu gestalten. Für ihn war seine persönliche Beziehung zu Gott Antriebskraft für seine Arbeit. An Johannes Friedrich habe ich immer bewundert, wie liebevoll, zugewandt und zielorientiert er arbeitete. Er war ein ökumenischer Brückenbauer, der für eine Kirche mitten in der Welt eintrat.“
 
Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern verdankt Friedrich viel. Das christlich-jüdische Gespräch lag ihm ebenso am Herzen wie der Dialog mit den Musliminnen und Muslimen. Friedrich trat ein gegen alle Formen von Extremismus und Antisemitismus und gehört zu den Gründern des Bündnisses für Toleranz Bayern. Viele Jahre engagierte er sich in der deutschen und bayerischen Bibelgesellschaft. Immer wieder betonte er, dass Verständigung und gegenseitiger Respekt zwischen den Religionen die Grundlage für Frieden und gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Welt seien. 
 
Johannes Friedrich ist am 20. Juni 1948 in Bielefeld geboren. Er war von 1979 bis 1985 Studierendenpfarrer in Nürnberg und anschließend für die Evangelische Kirche in Deutschland Pfarrer und Probst an der Erlöserkirche in Jerusalem. Von 1991 bis 1999 leitete Friedrich als Dekan den Dekanatsbezirk Nürnberg. 1999 wurde er zum Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern gewählt und wirkte in dieser Funktion 12 Jahre. In dieser Zeit war Friedrich zunächst Catholica-Beauftragter und von 2005 bis 2011 leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) und Mitglied des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Nach seiner Amtszeit als Landesbischof übernahm Friedrich 2011 noch einmal für anderthalb Jahre ein Pfarramt im mittelfränkischen Bertholdsdorf, bevor er 2013 in den Ruhestand ging. 
 
Für sein Wirken erhielt Friedrich zahlreiche Auszeichnungen, darunter das Bundesverdienstkreuz am Bande und den Bayerischen Verdienstorden. Um Dr. Johannes Friedrich trauern seine Frau Dorothea und die beiden Töchter mit Familien.

München, 3. September 2025
Christine Büttner, Pressesprecherin